Heike Taubert

Equal Pay - Frauen haben mehr verdient!

Gleichstellung

Am 21. März findet der diesjährige Equal Pay Day (Tag für gleiche Bezahlung) statt. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt, fordere ich im Vorfeld ein Ende der Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt.

Frauen werden auch bei gleichwertiger oder besserer Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Sie werden schlechter bezahlt als Männer, der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern beträgt hierzulande 22 Prozent. Deutschland liegt in der Europäischen Union mit an der Spitze bei der Frauendiskriminierung in der Arbeitswelt. Das ist ein Skandal. Wir brauchen schnellstens gleichen Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit.

Sandro Witt appellierte an die Bundesregierung, den Koalitionsvertrag zügig umzusetzen: „Die vereinbarten Regelungen gehen in die richtige Richtung. Um aber die bestehenden Lohndifferenzen zwischen Männern und Frauen tatsächlich zu beseitigen, müssen auch wirksame Kontrollmechanismen geschaffen und Betriebe bei Untätigkeit auch sanktioniert werden. Da gibt es noch eine Menge zu tun, auch in anderen Bereichen. Die Spaltung des Arbeitsmarktes zu Lasten der sozialen Arbeit und der Dienstleistungsarbeit, die Teilzeitfalle, der Missbrauch von Minijobs und die viel zu geringe Tarifbindung in Thüringen sind aus Gewerkschaftssicht die Hauptquellen der Frauendiskriminierung.“

Wir beide mahnen daher eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt an. Nur mit einem flächendeckenden Mindestlohn, einer Neuregelung der Minijobs und der wirksamen Schließung der weißen Flecken in der Tariflandschaft könnten Frauen wirksamer unterstützt werden.

 
 

Unsere Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser

 

Reden im Landtag