Heike Taubert

Kampf um Frauenrechte zwischen Männerballett und politischem Frauenfrühstück

Gleichstellung

Heike Taubert zu Besuch in Altenburg. (Foto: Thomas Jäschke)

Das Frauentagswochende stand für Heike Taubert im Zeichen lustiger Begegnungen und politischer Gespräche. Am Samstag stattete sie dem Zoppotener Freizeitclub einen Besuch ab und am Sonntag den Frauen des SPD-Kreisverbandes Altenburger Land.

"Männer müssen draußen bleiben," stand Samstag Abend zwar auf keinem Schild an der Saaltür in Zoppoten. Doch die gut 60 Frauen blieben weitgehend unter sich. Das starke Geschlecht ging höchstens als Helfer zur Hand oder erschien verkleidet als Ballett vom Saalburger Faschingsclub, um von der Bühne aus richtig für Stimmung zu sorgen. Bei allem Spaß verwies Heike Taubert auf die Notwendigkeit sich weiterhin und nachdrücklich welweit für Frauenrechte einzusetzen. "Immer noch sind mehr als 70 Prozent der in Armut lebenden Menschen Frauen. Zwei Drittel der Analphabeten weltweit sind Frauen und Mädchen. Und Frauen besitzen nur zehn Prozent des Einkommens und ein Prozent des Vermögens weltweit," so die Ministerin. "Da bleibt noch viel zu tun."

Am Sonntag lud der SPD Kreisverband Altenburger Land seine weiblichen Mitglieder zum politischen Frauentagsfrühstück. Die Männer ehrten die Frauen mit Rosen, Sekt und Aufmerksamkeit. Das politische Geschäft holte Heike Taubert aber auch hier schnell ein. Die engagierten Frauen und Männer wollten wissen, wie es denn nun um die kommunalen Finanzen und die geplante Verwaltungs- und Gebietsreform bestellt sei. Nachdem hierzu ausführlich Auskunft erteilt wurde, überbrachte Irene Schlotter, Mitglied im Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), Grüße und Gedanken zur Rolle des Frauentages mehr als einhundert Jahre nach seiner Einführung. "Das Wahlrecht haben Frauen seit langem," spielte sie auf die ursprüngliche Forderung der Frauen an. "Brauchen wir dann noch einen Frauentag?", stellte sie als Frage in den Raum. "Auch im Jahr 2015 verdienen Frauen immernoch durchschnittlich 22% weniger als Männer, sie sind in Führungspositionen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nicht im gleichen Maße vertreten wie Männer. Das müssen wir ändern." Dem pflichtete auch Heike Taubert bei: "Es ist noch ein weiter Weg bis zu völligen Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Darum brauchen wir den Frauentag eigentlich auch an 365 Tagen im Jahr."

 
 

Unsere Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser

 

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