Heike Taubert

"Moin" - Stephan Weil zu Gast in Greiz

Allgemein

Heike Taubert, Stephan Weil und Harald Seidel im Weißen Saal in Greiz.

Bis zum Nachmittag nahm Stephan Weil noch in Weimar am Festakt "100 Jahre Nationalversammlung" teil. Am Abend folgte er der Einladung Heike Tauberts nach Greiz. "Was für ein Schatz," war der Niedersächsische Ministerpräsident begeistert und bedauerte nicht bei Tageslicht gekommen zu sein.

Mit der Reihe "Prominente im Gespräch" gab Harald Seidel dem Abend einen Rahmen. Zu den Herausforderungen der Sozialen Demokratie im 21. Jahrhundert benannte Stephan Weil unter anderem die Diskrepanz zwischen dem im Grundsatz vorhandenen Wohlstand und der Sicherheit, in der die Menschen in Deutschland leben, und der hohen Unzufriedenheit. Wo kommt diese Unzufriedenheit her? Stephan Weil zückte sein Smartphone. "Diese kleinen DInger gibt es erst seit knapp zehn Jahren und sie sind heute nicht mehr wegzudenken," stellte der Sozialdemokrat fest. Symbolisch für die vielen Umbrüche, vor denen unsere Gesellschaft in immer kürzerer Zeit steht: Digitalisierung, Globalisierung, bedrohter Frieden.

Wie kann nun die Sozialdemokratei wieder Orientierung bieten? Indem sie sich auf Grundwerte zuück besinnt und klarer kommuniziert. Sicherheit in all ihrer Spannweite, Zusammenhalt der Gesellschaft und den Menschen eine Stimme geben, die keine Lobby haben, nennt er als Grundlagen, nach denen Politik ausgerichtet werden müsse. Dass er damit whalen gewinen kann, zeigte der 60jährige Niedersachse vor gut anderthalb Jahren.

Bestimmt wurde der Abend von den Fragen und Meinungen der zahlreichen Gäste im Weißen Saal des Unteren Schlosses. Rüstungspolitik, China, VW, "Diesegate" und Weils Rolle dabei waren ebenso Themen, wie die Frage, wie mehr Menschen für Engagement in der Kommunalpolitik gewonnen werden könnten. Ines Wartenberg, Fraktionsvorsitzende der SPD im Greizer Stadtrat, blickte hoffnungsvoll mit ihrer Bitte nach einem Tipp zum Redner. "Direkt ansprechen und mit Themen begeistern," schlug ihr Stephan Weil vor, der bedauerte hier kein Patentrezept liefern zu können. Um Schwung in die Debatte zu bringen, lud er diejenigen, die sich am Abend noch zu einer Kandidatur entschließen würden, nach Hannover zum privaten Rundgang durch die Staatskanzlei ein.

 
 

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