Heike Taubert

Neues Förderprogramm für Landärzte in Thüringen - Wir wollen mehr Ärzte für die Niederlassung im Freistaat gewinnen

Gesundheit

Am 1. Juli 2014 wird eine neue Richtlinie des Thüringer Gesundheitsministeriums zur Förderung der Niederlassung von Ärzten im ländlichen Raum in Kraft treten. Damit wird es einen weiteren wichtigen Baustein geben, um Ärzte für die Niederlassung im Freistaat zu gewinnen.

Die Fördersumme beträgt jeweils maximal 20.000 Euro. Sie soll für die Investitionen, die bei einer Praxisgründung anfallen, verwendet werden. Förderberechtigt ist grundsätzlich jeder Arzt, der sich in Thüringen in einer Gemeinde bis 25.000 Einwohnern niederlässt oder eine Zweigpraxis errichtet. Darüber hinaus muss die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen bestätigen, dass auch ein Bedarf für diesen Arztsitz vorliegt.

Zudem verweise ich auf weitere Maßnahmen der Landesregierung, teilweise in Zusammenarbeit mit Kassenärztlicher Vereinigung, Landesärztekammer und Krankenkassen. Im Rahmen des Studiums haben wir Fortschritte erzielt für die Ausbildung zum Allgemeinmediziner durch den Lehrstuhl von Herrn Prof. Gensichen in Jena. Bei der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner gibt es inzwischen die Blockweiterbildung, ein Mentoring- Programm oder das Thüringen-Stipendium der Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung im Freistaat Thüringen. Und scheut ein Arzt zunächst die Selbständigkeit, dann bietet ihm die Stiftung eine Anstellung in einer Stiftungspraxis und damit ein „Rund-um-Sorglos-Paket“. Wichtig ist auch, dass niedergelassene Hausärzte in Thüringen mittlerweile einen Verdienst erwirtschaften können, der deutschlandweit an der Spitze steht.

Das alles sind innovative Erfolgsmodelle, die andere Länder inzwischen von Thüringen übernommen haben oder übernehmen. Der positive Trend sollte uns aber nicht dazu verleiten, in unseren Bemühungen nachzulassen. Die Alterspyramide der in Thüringen tätigen Ärzte lässt erwarten, dass in naher Zukunft zahlreiche Ärzte aus Altergründen ihre Zulassung zurückgeben werden. Insbesondere von Bundesgesundheitsminister Gröhe erwarte ich bei diesem Thema wesentlich mehr Unterstützung als bisher.

 
 

Unsere Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser

 

Reden im Landtag