Heike Taubert

Parlamentsluft geschnuppert – Rothensteiner Grundschüler besuchen Thüringer Landtag

Allgemein


Die Schülerinnen und Schüler mit Heike Taubert.

Die Mädchen und Jungen der 4. Klasse aus der Grundschule „Am Trompeterfelsen“ in Rothenstein erwarteten am 6. Juni ungeduldig den Bus, der sie nach Erfurt fahren sollte. Die Landtagsabgeordnete und Finanzministerin Heike Taubert (SPD) hatte die 17 Schüler eingeladen.

„Es ist mir immer eine Freude jungen Menschen zu zeigen, wo in Thüringen die wichtigen poltischen Entscheidungen getroffen werden,“ sagte die 57-jährige. Der Bus kam pünktlich und brachte die Kinder mit ihrer Lehrerin Kerstin Peuckert, Hortnerin Heike Kaiser und Schulelternsprecher Alexander Schlotter in die Landeshauptstadt. 

Im Plenarsaal ging es nach einer Einführung durch den Besucherdienst des Landtages hoch her. Die Kinder debattierten wie die Großen über die Frage, ob die Sommerferien auf zwölf Wochen verlängert werden sollten. Nach einem ersten Jubelschrei tauschten sie ihre Argumente für und gegen diese Veränderung aus. „Ich bin dagegen, weil wir dann so viel Lernstoff vergessen,“ erklärte die zehnjährige Caleigh. Dafür sprach sich Jakob aus. „Dann hat unsere Lehrerin länger Ruhe vor uns,“ begründete er seine Zustimmung und erntete Applaus.

Die „Landtagspräsidentin“ Jessica führte schließlich mit Hilfe ihrer „Schriftführerinnen“ Isabelle und Mia die Abstimmung durch. Bei zehn Ja- und sechs Nein-Stimmen nahmen die Kinder das Gesetz an. Zu schade, dass es nur ein Spiel war, das den Kindern die Abläufe im Parlament näher bringen sollte.

Im Anschluss nahm sich Heike Taubert eine Stunde Zeit, um die Fragen der Kinder zu beantworten. Wer denn die komische Statue im Fraktionssitzungssaal der SPD sei, wollten die Kinder wissen. „Das ist Willy Brandt. Ein wichtiger Sozialdemokrat, der viel für Deutschland und die Wiedervereinigung getan hat,“ erklärte die Abgeordnete geduldig. Und wieso ist sie Politikerin geworden? „Das hat sich mit den Umständen der Wiedervereinigung ergeben,“ so Heike Taubert. In ihrer Familie habe man schon immer viel über Politik gesprochen und als sich die Chance bot, habe sie zugegriffen und sei manchmal auch auf ein neues Ziel hingeschubst worden.

Nach einem intensivem Austausch über Lieblingsschulfächer, wollten die Viertklässler auch wissen, wieso sie nicht noch länger zusammen lernen können und bald auf getrennte Schulen gehen müssen. „Uns ist die Gemeinschaftschule, in der die Kinder bis zur achten Klasse zusammen lernen, sehr wichtig,“ berichtete sie. Leider gäbe es oft Lehrer, Eltern und Politiker, die die Gemeinschaftschule nicht wollen und es schwer machen, die Wünsche der Kinder zu berücksichtigen.

Die Heimfahrt nach Rothenstein traten die Kinder nachen einem Abschlussfoto und Nudeln mit Bolognesesauce an. „Das war echt interessant,“ so das Fazit der Schüler.
 

Bilder: Alexander Schlotter/ saaleland-photography

 
 

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