Profiteure der Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen müssen Verantwortung übernehmen und Wiedergutmachung leisten

Soziales

Ich appelliere an alle Unternehmen der „alten“ Bundesrepublik, die mit dem SED-Regime Geschäfte auf Kosten von Häftlingen gemacht haben, endlich Verantwortung zu übernehmen. Wer von dem staatlich gelenkten System wirtschaftlicher Ausbeutung und politischer Repression profitiert hat, der muss selbst auch Wiedergutmachung an den Opfern dieses Systems leisten. Das sind sie den betroffenen Menschen schuldig.

Ich erwarte, dass sich die Firmen, die seinerzeit von zur Zwangsarbeit verpflichteten DDR-Häftlingen hergestellte Produkte bezogen haben, schnell zusammensetzen und eine Lösung finden. Ich rege einen Fonds an, in den Firmen je nach damaligem Umsatz anteilig einzahlen.

In Berlin ist gestern eine neue Studie zur Zwangsarbeit von DDR-Häftlingen vorgestellt worden. Bereits Anfang des Jahres wurde die Studie „Knastware für den Klassenfeind“ veröffentlicht. Laut dieser produzierten DDR-Häftlinge zahlreiche Konsumgüter, die von westdeutschen Handelsketten als sogenannte Hausmarken verkauft wurden.

 
 

Unsere Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser