Heike Taubert

Von Frau Holle und dem Geld

Bildung & Kultur

Heike Taubert las im Kindergarten in Weida aus Frau Holle vor - Vielleicht schneit es ja jetzt nochmal?!?

"Kindern vorzulesen ist enorm wichtig," begründete Heike Taubert ihren Besuch im Kindergarten der Johanniter in Weida. In der alten Villa, in der die integrative Einrichtung "Freundschaft" ein Paradies für kleine Jungen und Mädchen bietet, warteten die Kinder schon ungeduldig auf den Besuch.

Barbara Görler, die Leiterin des Kindergartens, stellte den 3- bis 6jährigen den Gast vor. Vor zehn Jahren habe Frau Taubert schonmal im Kindergarten mitgeholfen. Bei einem Praxistag in einer der Gruppen war ihre Hilfe sehr gefragt. "Eine der Erziehrinnen war krank geworden und so habe ich mit den Kindern den ganzen Tag verbracht und bin eingesprungen," berichtete sie von ihrem Erlebnis. Das zehn Jahre sehr lang sind, hatten auch die Kinder schnell bemerkt: schließlich waren sie zu dem Zeitpunkt noch nicht mal geboren!

Mit Frau Holle und der Geschichte von Goldmarie und Pechmarie entführte Heike Taubert die aufmerksamen Mädchen und Jungen ins Reich der Märchen. Was bedeuten solche alten Worte wie "gesotten"? Wer hat zu Hause einen Garten und einen Apfelbaum? Wie heiß wird so ein Backofen, in dem das Brot gebacken wird? Die Kinder hatten zahlreiche Fragen und haben viel erzählt aus ihrem eigenen Umfeld.
"Vorlesen regt auch zum sprechen an," so die zweifache Mutter. So können Erfahrungen weitergereicht werden und die Kinder werden angeregt, die richtigen Worte zu finden. Im ganzen Haus finden die Kinder Leseecken und so kam auch das Geschenk - Bilderkarten für Geschichten - sehr gut an.

Eine Frage musste dann unbedingt noch an die Finanzministerin gestellt werden: Wie wird eigentlich Geld gemacht? Und kann man das auch zu Hause erledigen? Lachend erklärte Heike Taubert wie Münzen gepresst und Scheine gedruckt werden, "aber nicht zu Hause bitte."

Mit der Leiterin Frau Görler konnten dann noch weitere Themen besprochen werden. Zum Beipiel wie die Mittel aus dem "Gute KiTa-Gesetz", immerhin 38 Millionen Euro für 2019/20 und 50 Millionen Euro für 2020/21, eingesetzt werden sollen. Hier wird es wohl ein weiteres beitragsfreies Kindergartenjahr geben. "Aber auch im Bereich der Betreuungsschlüssel werden wir etwas verbessern," so Heike Taubert. Gleichzeitig müsse aber auch die Ausbildung der Erziehrinnen und Erzieher reformiert werden. "Wenn wir mehr Betreuungsqualität wollen, brauchen wir auch die nötigen Fachkräfte," so die Abgeordnete und Ministerin. Ziel müsse sein, dass für junge Menschen eine Ausbildung und Berufstätigkeit in dem Bereich attraktiv wird. "Derzeit bekommen die Auszubildenden keine Vergütung und müssen zum Teil ihre Ausbildung noch selbst bezahlen, das muss sich ändern."

 
 

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