Heike Taubert

Weitere Förderung für Mehrgenerationenhäuser

Soziales

Die erfolgreiche Arbeit der Mehrgenerationenhäuser (MGH) wird auch nach dem Ende des verlängerten Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser II (AP II) zum Ende des Jahres 2016 weiter gefördert. Wie Elke Ferner, Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, informierte, wird es ab dem 1. Januar 2017 ein neues Bundesprogramm geben.

Zunächst bis 2020 soll die weitere Förderung der MGH erfolgen. Das neue Programm zielt auf eine Erhaltung der bisherigen Standorte und Trägerstrukturen, um die erlangten Erfahrungen und das Wissen zu erhalten.

Im neuen Bundesprogramm wird es eine großere Flexibilität als in den bisherigen Programmen geben. Statt vier soll es künftig nur noch zwei inhaltliche Schwerpunkte geben, in deren Rahmen die Häuser ihre Angebote bedarfsgerecht und möglichst flexibel gestalten können: Gestaltung des demografischen Wandels (obligatorisch) und Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte (zusätzlich fakultativ). Zudem werden drei Querschnittziele verfolgt: generationenübergreifende Arbeit, Einbindung freiwilligen Engagements und Sozialraumorientierung,

Die Neukonzeption ist zudem ausgerichtet auf die stärkere kommunale Verankerung der MGH sowie die weitere Stärkung der Kommunen in ihrer Koordinierungsfunktion zur Bewältigung des demografischen Wandels und aktueller Herausforderungen wie der Integration von Menchen mit Migrations- und Fluchtgeschichten.

Neben der bereits im AP II erforderlichen Kofinanzierungszusage (von Kommune, Landkreis und/ oder Land) soll zukünftig ein Beschluss der kommunalen Vertretungskörperschaft erreicht werden. Dieser Beschluss soll ein Bekenntnis zum MGH sowie konzeptionelle Überlegungen beinhalten, wie das MGH in die Planungen zur Bewältigung des demografischen Wandels einbezogen werden kann.

Die Gesamtfördersumme je Haus bleibt auch beim neuen Bundesprogramm in der Höhe von 40.000€/ Jahr erhalten. Sie setzt sich aus einem Bundeszuschuss von 30.000€ sowie dem Kofinanzierungsanteil von 10.000€ (von Kommune, Landkreis und/ oder Land) zusammen. Im neuen Programm erhalten die MGH jedoch die Möglichkeit, die Mittel flexibler einzusetzen. Die bisherige Obergrenze von 20.000€ zur Finanzierung der Personalkosten entfällt. Dies resultiert aus der Erfahrung, dass Sachmittel deutlich leichter aus Zuwendungen Dritter eingeworben werden können als Peronalkosten.

Seitens des Bundes wird es weiterhin eine wissenschaftliche Begleitung geben. Statt der fachllichen Beratung wird künftig stärker der regionale Austausch im Vordergrund stehen

Die Veröffentlichung der Förderrichtlinie und der Start des Interessenbekundungsverfahrens mit zwei Informationsveranstaltungen sind für April 2016 geplant. So haben alle bisher geförderten MGH die Möglichkeit eine weitere Förderung frühzeitig zu beantragen. Antragsberechtigt sind freie oder kommunale Träger. MGH, die nicht am Folgeprogramm teilnehmen, sollen durch neue Häuser ersetzt werden. Daher ist die Bewerbung für das neue Bundesprogramm zur Förderung der MGH möglich und erwünscht.

Heike Taubert freut sich sehr über eine Folgeförderung der MGH: "Die Mehrgenerationenhäuser leisten eine wichtige Arbeit und sind eine gesellschaftliche Bereicherung für jung und alt."

 
 

Unsere Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser

 

Reden im Landtag