Heike Taubert

Wirtschaft muss mehr tun - Thüringer Frauen bei Bezahlung nach wie vor benachteiligt

Arbeit & Wirtschaft

Der diese Woche im Kabinett vorgestellte Bericht  zur geschlechterspezifischen Lohndiskriminierung bringt es auf den Punkt. Danach sind die Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern nach wie vor beachtlich. Thüringer Frauen werden im Beruf bei gleichwertiger oder besserer Ausbildung immer noch benachteiligt. Sie werden vor allem schlechter bezahlt als Männer. Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern beträgt bundesweit nahezu 20 Prozent. Das ist gravierend.

In Thüringen ist der Lohnabstand zwischen Frauen und Männer zwar nicht ganz so groß. Das ist aber vor allem dem niedrigen Lohnniveau hierzulande geschuldet. Die Verdienst- und Aufstiegschancen für Frauen müssen deutschlandweit endlich gleich sein. Das ist das große Ziel. Im öffentlichen Dienst sind wir ein gutes Stück vorangekommen. Nun sollte auch die Wirtschaft nachziehen.

Für Frauen im Niedriglohnsektor ist zumindest eine Verbesserung in Sicht. Sie profitieren am meisten vom kommenden Mindestlohn. Und überall, wo das Land über Richtlinien soziale Dienstleistung fördert, wird zukünftig auf die Anwendung von tarifvertraglichen Regelungen geachtet und ein entsprechender Mindeststandard vorgegeben, wie beispielsweise jetzt schon bei der Schulsozialarbeit und künftig in der Armutsprävention über den Europäischen Sozialfonds.

 
 

Unsere Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser

 

Reden im Landtag